theater1902Der älteste Nachweis einer Theatertätigkeit in Kirchberg stammt von einem Theaterplakat aus dem Jahr 1902.
Demnach führten Kinder der Volksschule im Gasthaus Holzmannhofer
(heute Zalto-Höglinger) in Kirchberg die Theaterstücke „St.Josef in Bethlehem“ und „Das Mädchen vom Ennstal“ auf.

1930 heißt es in einem Nachruf auf Oberlehrer Lanzerstorfer: "Weder Zeit noch Mühe scheute er, um den Kirchbergern vergnügte Stunden zu bereiten, denn durch seinen gesunden Humor verstand er es meisterhaft, bei Theatervorstellungen die Zuhörer die vom ihm gespielte Rolle miterleben zu lassen."

In weiterer Folge kam es sogar vor, dass zwei Theatergruppen spielten und sich einen beinharten Konkurrenzkampf lieferten.
Überliefert sind aus dieser Zeit Stücke wie "Die Wirtin in der Klausen", "Wana - Königin von Tunis", "Der Paragraphenschuster", "Im Edelgrund und tiefen Wald".


 Nach dem 2.Weltkrieg wird bereits 1949 der Theaterbetrieb wieder aufgenommen mit "Teufelsdirn und Teufelsjaga" unter der Regie von Oberlehrer Neugschwandtner.

 

1954 wird im Rahmen einer Erbhoffeier eine Freilichtaufführung auf dem Ortsplatz zum Besten gegeben "Kirchberg - seine und der Bauern Geschichte" , verfasst und einstudiert von Henriette Huss. 2004 wird das Stück von Heinrich Pusch für den Burgstall adaptiert und neu einstudiert.

Die weiteren Jahre stehen im Zeichen der Spielleiterin Lina Jungwirth. Ing.Rudolf Zeman vermerkt 1957 im Heimatbuch: "Heute aber, unter der bewährten Regieführung von Frl. Jungwirth, erfreut die Kirchberger Theaterspielgruppe besonders des Winters die Einwohnerschaft der Gemeinde, wie auch nicht selten pfarrfremde Besucher das über dem laienhaften Durchschnitt stehende Bühnenspiel bewundern."
Es werden Stücke gespielt wie "Jagerwirtstraudl", "Der Unfried", "Jagerbluat", "Das achte Gebot", "Die Mühle im heimlichen Grund" u.ä.m.

 

Nachdem in den 1960er Jahren das Bühnenspiel etwas ins Stocken geriet, begann 1969 ein bis heute andauernder regelmäßiger Theaterbetrieb mit dem "Nullerl" unter der Regie von Oberlehrerin Hedwig Zehentner.

Viele Vereine trugen bis zu diesem Zeitpunkt zur Entwicklung des Theaters bei, ausser dem Theaterverein besonders der Musikverein, die Mädchenkongregation, der Burschenverein "Die Tannberger", die Freiwillige Feuerwehr und die Katholische Jugend.

 



 

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